Blau ist das weiß der Frauen (Teil II) |
Tja, wie soll ich sagen...? Alesia, Alesia! Dem geschichtskundigen als auch dem geneigten Asterixleser wohlbekannt als Stätte der gallischen Niederlage im Jahr 52 vor Christi steht der 24.Mai 2010 als äquivalentes Datum für den Sieg der Saargemünder Bravehearts über die Baumarktmädels. Oder einfach ausgedrückt: Die Männer haben die Frauen von roten Abschlag souverän auf Platz 2 verwiesen.
Aber der Reihe nach: Püntklich am Montag morgen gegen 10:30 Uhr trudelten die Propagandisten des Rot Contest in Saargemünd ein, um sich direkt im Anschluss fein säuberlich nach Geschlecht getrennt zunächst zurückzuziehen. Dies deshalb, um ein dem Anlass gerecht werdendes Outfit anzulegen.
Die Männer traten allesamt in original schottischer Tracht an (siehe Foto). Fritz Bender war hier der Ansicht, dass dies die einzig ehrerhaltende Möglichkeit ist, im Rock anzutreten ohne sich allzugroßer Lächerlickeit preiszugeben. Das Tragen eines Rockes war übrigens Bestandteil der Turnierusancen, da wir schließlich vom Damenabschlag antraten. Garniert wurde der Einmarsch der Bravehearts durch original schottische Dudelsackmusik, was dem Ganzen einen etwas surrealistischen Touch gab.
Unsere Frauen traten allesamt in Bauarbeiterkluft mit gelben Helmen und aufgetragenem Bart an. Das wiederum erinnerte ein wenig an Village People, hatte aber Charme und sah Last not least auch ziemlich sexy aus. Der Hintergrund dieses eigenwilligen Outfits lag wohl in der Tatsache begründet, dass der Autor in einem Nebensatz im Beitrag I hervorhob, dass zwischen Rot und Gelb teilweise ein Baumarkt Platz hätte. Well done, Ladys!
So teete dann auch eine für unbedarfte Zuschauer und Platzbesucher ziemlich merkwürdig aussehende Truppe an Abschlag 1 auf. Ich will jetzt nicht auf die Ergebnisse der einzelnen Spielbahnen eingehen, dass würde den Rahmen sprengen. Das Endergebnis war letztendlich klar und deutlich: ob brutto oder netto, mit oder ohne Bonuspunkte. Es hat in jedem Fall gereicht!
Viel mehr hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang, dass sich die Frauen einige Sonderwertungen für uns Schotten haben einfallen lassen. So gab es auf einem Par 3 einen longest sowie einen shortest Drive. Und das auf einem Par 3! Muss mann sich mal reinziehen... Als Preis für den shortest Drive gab es übrigens ein kleines Kosmetiktäschen mit Nagellack und Lippenstift. Immer diese Seitenhiebe. Witzig war's trotzdem und Jochen hat das Ganze auch wie Mann getragen! Die weiteren Sonderpreise wie ein Päckchen Viagra, Gutschein für den Baumarkt und ähnliche doppelgründige Gimicks wurden bei der Siegerehrung unter allgemeinem Gewieher an die "Gewinner" übergeben.
Apropos Siegerehrung: Im Anschluss an das Turnier luden Gaby und Peter Kayser zu einem Umtrunk und Essen ein, bei dem dann auch die erwähnte Siegerehrung stattfand. Da das Wetter an diesem Tage warm und sonnig war, zog sich das Ganze bis in die späten Abendstunden hin. An dieser Stelle vielen Dank an Gaby und Peter für die Einladung. Nachdem die Siegerehrung und Sonderpreise vergeben wurden sowie ein paar Gläschen später, kam die bunte Truppe naturgemäß zur Frage eines Rückspieles. Der Logik - sofern vorhanden - dieses Turnieres folgend wurde beschlossen, dass es am 11.Juli ein Rückspiel gibt. Und zwar vom gelben Abschlag, mithin diesmal ein "Gelb-Turnier". Man darf gespannt sein und ich werde natürlich berichten, wie sich die Frauen von gelb schlagen.
Alles in allem war's ein toller Tag. Wir (Männer) dürfen weiterhin hier spielen und müssen nicht in den nächsten Minigolfclub wechseln und auch die Frauen haben sich wacker geschlagen und es "wie ein Mann" getragen.